Schließung vom Tisch: Kampf um SIEMENS-Standort erfolgreich Siemens in Plagwitz demonstrierte gegen die Schließung durch den Mutterkonzern.

Vor einem Jahr startete die Belegschaft des Siemens-Werks in Plagwitz eine Kampagne zum Erhalt des Standorts in Plagwitz. Das Mutterunternehmen hatte zuvor angekündigt, einzelne Sparten wie das Kompressorenwerk in Leipzig zu schließen. Obwohl die 270 Mitarbeiter durchaus profitabel arbeiten. Und das nicht erst in den elf Jahren, die das Maschinenwerk zum Weltkonzern gehört.

Verkauf statt Schließung in Sicht

Die Firmengeschichte des Industrieunternehmens an der Klingerstraße ist über 120 Jahre alt. Und so hat das Unternehmen auch für die Stadt Leipzig und insbesondere das frühere Arbeiterviertel Plagwitz im Leipziger Westen eine besondere Bedeutung. Von Anfang gab es daher auch die Überlegung, die Firma wieder auszugliedern.

Ein Szenario, das nun näher rückt. „Das Ergebnis war nur möglich, weil die betroffenen Standorte bei den Verhandlungen gemeinsam agiert haben. Für Leipzig ist es ein Erfolg, dass die geplante Schließung des Kompressorenwerks verhindert werden konnte. Damit haben wir das Hauptziel unserer Kampagne ‚Siemens bleibt in Plagwitz‘ erreicht“, wird Bernd Bruppa von der IG Metall Leipzig auf der Website der Kampagne zitiert. Es wird damit keine Standortschließung oder betriebsbedingte Kündigungen geben, außerdem konnten die geplanten Stellenstreichungen reduziert werden. Weitere Informationen zum erzielten Interessensausgleich sind hier zusammengefasst.

Von Frank Basten

Frank Basten ist Diplom Betriebswirt (FH), seit über 20 Jahren als Unternehmenscoach für KMU und Projektmanager für öf­fent­li­che Wirtschaftsförderung tä­tig und pu­bli­ziert hier zu al­len Themenbereichen der FREIEN WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG.