„Sächsische Meilensteine“ werden 2016 an Unternehmer mit gelungener Betriebsübergabe vergeben

Bis zum 01. Sep­tem­ber 2016 kön­nen sich inter­es­sier­te Unter­neh­mens­nach­fol­ger für den „Säch­si­schen Mei­len­stein 2016“ bewer­ben. Der Preis für erfolg­rei­che Unter­neh­mens­nach­fol­ge rich­tet sich an klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) aus Sach­sen. „Wir suchen muti­ge und enga­gier­te Unter­neh­mer, die in den Jah­ren 2011 bis 2015 erfolg­reich eine Nach­fol­ge­re­ge­lung umge­setzt haben“ erklärt Mar­kus H. Mich­a­low, Geschäfts­füh­rer der BBS/MBG. Unter der Schirm­herr­schaft des Säch­si­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Arbeit und Ver­kehr (SMWA) ver­ge­ben die Bürg­schafts­bank Sach­sen (BBS) und die Mit­tel­stän­di­sche Betei­li­gungs­ge­sell­schaft Sach­sen (MBG) den Mei­len­stein zum sechs­ten Mal in Fol­ge. Die fei­er­li­che Preis­ver­lei­hung fin­det am 8. Novem­ber 2016 in Ebers­bach bei Dres­den statt.

Erfolg­rei­cher Gene­ra­ti­ons­wech­sel wich­tig für die Säch­si­sche Wirt­schaft 

Die Suche nach einem geeig­ne­ten Nach­fol­ger ist oft­mals auch eine emo­tio­na­le Ange­le­gen­heit. Die Vor­stel­lung, das eige­ne Unter­neh­men abzu­ge­ben, fällt den meis­ten Alt-Inha­bern schwer. Rund die Hälf­te der Unter­neh­mer wünscht sich eine Nach­fol­ge­re­ge­lung inner­halb der Fami­lie. In der Pra­xis über­neh­men jedoch nur bei knapp jeder drit­ten Nach­fol­ge der Sohn oder die Toch­ter das unter­neh­me­ri­sche Lebens­werk. Wie das Insti­tut für Mit­tel­stands­for­schung in Bonn ermit­tel­te steht zwi­schen 2014 bis 2018 in Sach­sen in rund 5.300 Unter­neh­men ein Inha­ber­wech­sel an. Nur das Gelin­gen die­ses Pro­zes­ses sichert das wei­te­re Bestehen der Betrie­be und zahl­rei­cher Arbeits­plät­ze.

„Eine Unter­neh­mens­nach­fol­ge ist in der Regel ein ein­ma­li­ger Pro­zess und stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für den Inha­ber dar. Denn einem Nach­fol­ger den Platz zu über­las­sen und sich von sei­nem Lebens­werk zu lösen, kos­tet oft­mals viel Über­win­dung. Oft geht es dar­um, den Über­gang so zu gestal­ten, dass Betrieb, Arbeits­plät­ze und Know-How fort­be­stehen kön­nen und dass wei­ter­hin not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen getä­tigt wer­den. Auch soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass dem Betrieb kei­ne Sub­stanz ent­zo­gen wird. Dabei kann ein Gene­ra­tio­nen­wech­sel auch die Neu­aus­rich­tung des Unter­neh­mens bedeu­ten oder eben erfor­dern, um es für die Zukunft fit zu machen. Uns ist es daher beson­ders wich­tig, Unter­neh­mer beim Gene­ra­ti­ons­wech­sel zu unter­stüt­zen und jun­ge Men­schen zu ermu­ti­gen den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit zu wagen“, betont Mar­tin Dulig, Säch­si­scher Staats­mi­nis­ter für Wirt­schaft, Arbeit und Ver­kehr und Schirm­herr des Säch­si­schen Mei­len­steins.

Unter­neh­mer, die eine Nach­fol­ge beson­ders umsich­tig orga­ni­siert haben, wer­den auch in die­sem Jahr mit dem Mei­len­stein geehrt. „Die Gewin­ner des Säch­si­schen Mei­len­steins gehen als gute Ide­en­ge­ber vor­an, indem sie jun­gen Men­schen und poten­zi­el­len Nach­fol­gern Mut machen, den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit zu wagen“, sagt Jury­vor­sit­zen­der Hei­ner Hell­fritzsch, ehe­ma­li­ger geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der Flo­re­na Cos­metic GmbH. Aus­ge­zeich­net wer­den jeweils die bes­te fami­li­en­in­ter­ne, unter­neh­mens­in­ter­ne und unter­neh­mensex­ter­ne Nach­fol­ge. Zusätz­lich zu den drei Preis­ka­te­go­ri­en, wel­che jeweils mit 3.000 Euro dotiert sind, ver­leiht die neun­köp­fi­ge Jury einen mit 1.000 Euro ver­se­he­nen Son­der­preis.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Bewer­bungs­un­ter­la­gen.

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Von Frank Basten

Frank Basten ist Diplom Betriebswirt (FH), seit über 20 Jahren als Unternehmenscoach für KMU und Projektmanager für öf­fent­li­che Wirtschaftsförderung tä­tig und pu­bli­ziert hier zu al­len Themenbereichen der FREIEN WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG.