Förderprogramm der Stadt Leipzig – Anträge für 2016 können ab sofort gestellt werden

Mit 600.000 € ist der För­der­topf für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) der Stadt Leip­zig gefüllt. 15 unter­schied­li­che Pro­gram­me sol­len dafür sor­gen, dass eine brei­te Nach­fra­ge bedient und abge­deckt wer­den kann. Ori­en­tiert wur­de sich hier­bei an dem abge­lau­fe­nen Pro­gramm 2013-2015. Fol­gen­der Maß­nah­men­ka­ta­log wird ange­bo­ten:

Trans­fer von krea­ti­ven Ide­en 
Die­se Maß­nah­me soll den Ein­satz krea­tiv­wirt­schaft­li­cher Leis­tun­gen in Unter­neh­men för­dern. Vor allem bei Unter­neh­men des ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes sol­len die Hemm­nis­se zur Inan­spruch­nah­me einer krea­ti­ven Leis­tung abge­baut wer­den. Ziel ist die Stei­ge­rung der Inno­va­ti­ons­tä­tig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit sowie die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des eige­nen Unter­neh­mens. Die krea­tiv­wirt­schaft­li­chen Leis­tun­gen sol­len sich auf Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen des Unter­neh­mens bezie­hen. Gleich­zei­tig wer­den Leip­zi­ger Unter­neh­men der Medi­en- und Krea­tiv­wirt­schaft durch die Umset­zung der Dienst­leis­tungs­auf­trä­ge gestärkt.

Wachs­tums­be­ding­te Stand­ort­ent­wick­lung 
Bedingt durch Wachs­tum oder als Vor­aus­set­zung für Wachs­tum sind viel­fach die vor­han­de­nen Stand­or­te von Unter­neh­men nicht aus­rei­chend. In die­sen Fäl­len wird eine Erwei­te­rung des vor­han­de­nen Stand­or­tes oder die Ver­la­ge­rung an einen neu­en, grö­ße­ren Stand­ort erfor­der­lich. Die Stadt Leip­zig möch­te wach­sen­de Unter­neh­men in Leip­zig hal­ten und min­dert des­halb die Auf­wän­de, die wach­sen­den Unter­neh­men durch die Ver­la­ge­rung bzw. Erwei­te­rung von Stand­or­ten in Leip­zig ent­ste­hen. Mit­tel­bar ist das För­der­ziel ‚Erhö­hung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit‘ und die Schaf­fung neu­er Arbeits­plät­ze in bestehen­den Leip­zi­ger KMU, vor allem in den ver­ar­bei­ten­den Bran­chen.

Manage­ment­hil­fe 
Die­se För­der­maß­nah­me soll Unter­neh­men bei stra­te­gi­schen Pla­nun­gen und der Ent­wick­lung neu­er Geschäfts­fel­der unter­stüt­zen. Auf­grund ihrer Grö­ße besit­zen kleins­te und klei­ne Unter­neh­men oft nicht die aus­rei­chen­den per­so­nel­len, finan­zi­el­len und zeit­li­chen Res­sour­cen zur Ent­wick­lung und Umset­zung einer stra­te­gi­schen Pla­nung. Die Geschäfts­füh­rung oder die Inha­ber sind zumeist so in das All­tags­ge­schäft ein­ge­bun­den, dass die Pla­nung neu­er Ent­wick­lun­gen, Ziel­rich­tun­gen und Geschäfts­mo­del­le zurück­ge­stellt wer­den muss. Mit­hil­fe eines neu ein­zu­stel­len­den Stra­te­gie­as­sis­ten­ten sol­len neue Impul­se gesetzt und damit die Wei­ter­ent­wick­lung ermög­licht und unter­stützt wer­den. Ziel ist die Erhal­tung und Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Bei erfolg­rei­chen Pro­jek­ten besteht für den ein­ge­stell­ten Stra­te­gie­as­sis­ten­ten gege­be­nen­falls auch die Aus­sicht auf Fest­an­stel­lung.

Erschlie­ßung neu­er Märk­te (Mes­se­för­de­rung) 
Mit die­ser Maß­nah­me sol­len Unter­neh­men bei der Erschlie­ßung neu­er Märk­te und Gewin­nung neu­er Kun­den unter­stützt wer­den. Ziel ist es, den Bekannt­heits­grad der Leip­zi­ger Unter­neh­men und ihrer Erzeug­nis­se und Dienst­leis­tun­gen zu ver­bes­sern und neue Ver­mark­tungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge für die Unter­neh­men zu erschlie­ßen.

Test von E-Fahr­zeu­gen 
Die­se För­der­maß­nah­me soll Unter­neh­men den Ein­stieg in eine intel­li­gen­te, elek­tri­sche, lei­se und CO2 – freie Mobi­li­tät erleich­tern. Kleins­te und klei­ne Unter­neh­men müs­sen die Anschaf­fung neu­er Fahr­zeu­ge sehr sorg­fäl­tig prü­fen. Risi­ken sol­len nach Mög­lich­keit aus­ge­schlos­sen wer­den. Elek­tro­fahr­zeu­ge stel­len inso­fern ein gefühl­tes Risi­ko dar, weil Unter­neh­men damit in aller Regel noch kei­ne Erfah­rung haben. Jedoch haben Elek­tro­fahr­zeu­ge im lau­fen­den Betrieb vor allem mit gerin­gen Kos­ten ein gro­ßes Poten­zi­al für kleins­te und klei­ne Unter­neh­men. Die­ser Kos­ten­vor­teil soll die­ser Unter­neh­mens­grup­pe hel­fen, sich sta­bi­ler am Markt zu posi­tio­nie­ren, um somit Arbeits­plät­ze zu sichern und zu gene­rie­ren.
Ein wei­te­res Ziel der Maß­nah­me ist die All­tags­taug­lich­keit von Elek­tro­fahr­zeu­gen unter Beweis zu stel­len und somit die Akzep­tanz der Fahr­zeu­ge zu stei­gern. Aus der ver­mehr­ten Nut­zung wird ein deut­li­cher Effekt zur Ver­rin­ge­rung der CO2- sowie Fein­stau­b­e­mis­sio­nen und somit eine ver­bes­ser­te Luft­qua­li­tät erwar­tet.

Qua­li­täts­ma­nage­ment 
Qua­li­täts­ma­nage­ment­sys­te­me legen Anfor­de­run­gen fest, die den Unter­neh­men dabei hel­fen kön­nen, ihre Gesamt­leis­tung zu stei­gern und die gleich­zei­tig eine gute Basis für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lungs­in­itia­ti­ven bie­ten. Die Maß­nah­me soll Leip­zi­ger Unter­neh­men bei der Zer­ti­fi­zie­rung von Qua­li­täts­ma­nage­ment­sys­te­men unter­stüt­zen und damit hel­fen, neue DIN-Qua­li­täts­an­for­de­run­gen schnel­ler umzu­set­zen. KMU sol­len hier­durch markt­fä­hig blei­ben bezie­hungs­wei­se wer­den und ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit erhö­hen.

Inno­va­tio­nen in Unter­neh­men 
Das Ziel der Maß­nah­me ist die Erhö­hung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit Leip­zi­ger KMU bei der Umset­zung von For­schungs- und Ent­wick­lungs­er­geb­nis­sen in markt­fä­hi­ge und markt­gän­gi­ge Pro­duk­te. Dies ist mit erheb­li­chen finan­zi­el­len Risi­ken ver­bun­den. Damit sind knap­pe finan­zi­el­le Res­sour­cen ein wesent­li­ches Hemm­nis für die Rea­li­sie­rung inno­va­ti­ver Ide­en.

Loka­ler Tech­no­lo­gie­trans­fer 
Unter­stützt wer­den soll mit die­ser Maß­nah­me die Zusam­men­ar­beit von Leip­zi­ger Unter­neh­men mit Leip­zi­ger Hoch­schu­len oder For­schungs­ein­rich­tun­gen. Der Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer aus Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen soll der Ein­füh­rung neu­er Pro­duk­te oder Ver­fah­ren im Unter­neh­men die­nen und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens erhö­hen. Leip­zi­ger Unter­neh­men sol­len bei der Adap­ti­on neus­ten Wis­sens und Tech­no­lo­gi­en aus loka­len Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen unter­stützt wer­den.

Über­re­gio­na­li­sie­rung und Neu­struk­tu­rie­rung 
Obwohl aktu­el­le Stu­di­en bele­gen, dass sich die Erschlie­ßung von über­re­gio­na­len und inter­na­tio­na­len Märk­ten posi­tiv auf die Wett­be­werbs­fä­hig­keit und die Inno­va­ti­ons­kraft von Unter­neh­men aus­wirkt, suchen KMU bis­lang sel­ten Zugang zu die­sen Märk­ten. Mit­hil­fe die­ser Maß­nah­me sol­len Leip­zi­ger KMU unter­stützt wer­den auf die wei­ter vor­an­schrei­ten­de Glo­ba­li­sie­rung und den hohen Wett­be­werbs­druck auf loka­len Märk­ten bes­se­re Ant­wor­ten zu fin­den.
Die Auf­wen­dun­gen zur Beant­wor­tung die­ser Fra­gen kön­nen oft mit den eige­nen per­so­nel­len und zeit­li­chen Res­sour­cen nicht bewäl­tigt wer­den. Die Unter­neh­men sol­len daher bei der Inan­spruch­nah­me von exter­ner Exper­ti­se durch Bera­ter, For­scher oder sons­ti­gen Exper­ten unter­stützt wer­den.

Betriebsübergang/Nachfolge 
Unter­stützt wer­den mit die­ser Maß­nah­me Anstren­gun­gen von Unter­neh­men einen Betriebs­über­gang zu sichern. Damit sol­len Arbeits­plät­ze am Stand­ort Leip­zig erhal­ten wer­den.
Die Auf­wen­dun­gen zur Beant­wor­tung dies­be­züg­li­cher Fra­gen (z. B. Rege­lung der finan­zi­el­len Aspek­te, wie bei­spiels­wei­se Kauf, Erwei­te­rung oder Moder­ni­sie­rung des Betrie­bes) kön­nen oft mit den eige­nen per­so­nel­len und zeit­li­chen Res­sour­cen nicht bewäl­tigt wer­den. Die Unter­neh­men sol­len daher bei der Inan­spruch­nah­me von exter­ner Exper­ti­se durch Bera­ter oder sons­ti­gen Exper­ten unter­stützt wer­den.

Kri­sen­hil­fe 
Unter­stützt wer­den mit die­ser Maß­nah­me Anstren­gun­gen von Unter­neh­men Kri­sen­si­tua­tio­nen zu über­win­den. Damit sol­len Arbeits­plät­ze am Stand­ort Leip­zig erhal­ten wer­den. Die Auf­wen­dun­gen zur Beant­wor­tung dies­be­züg­li­cher Fra­gen kön­nen oft mit den eige­nen per­so­nel­len und zeit­li­chen Res­sour­cen nicht bewäl­tigt wer­den. Die Unter­neh­men sol­len daher bei der Inan­spruch­nah­me von exter­ner Exper­ti­se durch Bera­ter, Juris­ten oder sons­ti­gen Exper­ten unter­stützt wer­den.

Gemein­schaft­li­che Mar­ke­ting­maß­nah­men 
Die Stadt Leip­zig unter­stützt klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) bei gemein­schaft­li­chen Mar­ke­ting­maß­nah­men, um Umsatz­ein­bu­ßen, Kun­den­ver­lus­te, Image­schä­den oder sons­ti­ge nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen von nicht durch die Unter­neh­men selbst zu ver­ant­wor­ten­de Umstän­de zu mini­mie­ren. Die­se Umstän­de kön­nen bei­spiels­wei­se durch Bau­stel­len, regel­mä­ßi­ge Demons­tra­tio­nen oder ähn­li­che von einem Nor­mal­zu­stand abwei­chen­de Situa­tio­nen her­vor­ge­ru­fen wer­den.

Meis­ter­grün­dungs­prä­mie 
Ziel der Meis­ter­grün­dungs­prä­mie ist die För­de­rung von Grün­dun­gen im Hand­werk und damit die Schaf­fung bzw. die Siche­rung (bei Über­nah­men) von Arbeits­plät­zen. Sie dient in ers­ter Linie als Anreiz und ent­las­tet ins­be­son­de­re in der Start-Pha­se die Unter­neh­men vom Liqui­di­täts­druck.

Inno­va­ti­ve Grün­der 
Ziel ist die För­de­rung von tech­no­lo­gie- und wis­sens­ba­sier­ten Grün­dun­gen in der Stadt Leip­zig, da von inno­va­ti­ven und tech­no­lo­gie­ori­en­tier­ten Grün­dun­gen ein grö­ße­rer direk­ter Beschäf­ti­gungs­ef­fekt aus­geht. Im Fokus ste­hen inno­va­ti­ve und ska­lier­ba­re Geschäfts­mo­del­le von Grün­dern, die in der Regel ein schnel­les und nach­hal­ti­ges Unter­neh­mens­wachs­tum ermög­li­chen.

Ansied­lung 
Geför­dert wird die Ver­le­gung eines Haupt­sit­zes oder einer Nie­der­las­sung nach Leip­zig. Mit der Ansied­lung von Unter­neh­men wird das Ziel ver­folgt, sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Arbeits­plät­ze in Leip­zig zu schaf­fen.

Anträ­ge und wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen gibt es auf der Sei­te der Stadt Leip­zig.

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Von Frank Basten

Frank Basten ist Diplom Betriebswirt (FH), seit über 20 Jahren als Unternehmenscoach für KMU und Projektmanager für öf­fent­li­che Wirtschaftsförderung tä­tig und pu­bli­ziert hier zu al­len Themenbereichen der FREIEN WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG.