„Crowd-Design“ – Open Innovation in der Praxis

Hier im Blog spre­chen wir häu­fig über offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und dem Nut­zen von Kon­tak­ten. An die­ser Stel­le berich­ten wir ger­ne, wie das jewei­li­ge Netz­werk in die Umstruk­tu­rie­rungs­pro­zes­se Ihres Unter­neh­mens mit ein­ge­bun­den wer­den kann.

Neue Impulse mit einer neuen Corporate Identity (CI)

Die heu­ti­ge CI der FREI­EN WIRT­SCHAFTS­FÖR­DE­RUNG wur­de Anfang 2015 gene­ral­über­holt,  um optisch und sprach­lich zeit­ge­mäß auf­zu­tre­ten. Im Mit­tel­punkt stand der Relaunch der Web­sei­te, zusätz­lich wur­den Geschäfts­pa­pie­re und Co. über­ar­bei­tet und die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­ein­heit­licht. Anstel­le einer exter­nen Agen­tur konn­ten wir von der Bestands­auf­nah­me bis zum fer­ti­gen Design inhou­se arbei­ten. Die Vor­tei­le: kur­ze Wege, Kennt­nis der Unter­neh­mens­kul­tur und nied­ri­ger Auf­wand von Ter­mi­nie­rung und Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Unternehmensanalyse: wer sind wir?

Nach dem inter­nen Brie­fing wur­den die Eck­punk­te der Unter­neh­mens­iden­ti­tät defi­niert. Im Rah­men von Inter­views wur­den Fra­gen zu allen Unter­neh­mens­be­rei­chen,  zur Füh­rungs­kraft sowie zur Wahr­neh­mung des öffent­li­chen Images gestellt. Die aus­führ­li­che Ana­ly­se unter­stütz­te nicht nur das Rede­sign. Sie warf wich­ti­ge Fra­gen zur Neu­aus­rich­tung auf, die in der Unter­neh­mens­stra­te­gie bis jetzt noch nicht voll­stän­dig beant­wor­tet sind.

„Raus auf die Straße“ in einer frühen Phase

Open Innovation durch Onlinebefragung (Google Forms)

Open Inno­va­ti­on durch Online­be­fra­gung (Goog­le Forms)

Im Anschluss an die Inter­views wur­den im ers­ten Schritt freie Ide­en ent­wi­ckelt und vier gro­be Ent­wür­fe skiz­ziert, die unter­schied­li­che Ansät­ze abbil­de­ten. Um trotz Inhou­se-Krea­tio­nen Impul­se von außen ein­zu­ho­len, ent­schie­den wir uns in einer sehr frü­hen Pha­se der Ent­wick­lung zu einer offe­nen Feed­back­run­de. Obwohl zu die­sem Zeit­punkt noch kei­ne stil­ge­ben­de Rich­tung erkenn­bar war, wur­den die vier Ent­wür­fe per Online­be­fra­gung aus­ge­wähl­ten Kon­tak­te vor­ge­stellt. Der Rück­lauf war über­durch­schnitt­lich gut und zu den unfer­ti­gen Ide­en fan­den sich jede Men­ge Mei­nun­gen.

Die Kri­tik durch eine Art halb­of­fe­ne Markt­for­schung über­rasch­te nicht. Aber sie gab durch offe­ne Ant­wor­ten auch jede Men­ge Impul­se, um auf die wei­te­re Ent­wick­lung aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve zu schau­en. Vie­le Hin­wei­se bestä­tig­ten die eige­nen Gedan­ken, war­fen neue Fra­ge auf und führ­ten zu kon­kre­ten Kor­rek­tu­ren. Die Befra­gung hat­te neben dem Ein­fluss auf Design­ent­schei­dun­gen auch einen wei­te­ren wich­ti­gen Neben­ef­fekt: Man­che Rand­be­mer­kung stieß unab­hän­gig vom Pro­jekt „Cor­po­ra­te Design“ wie­der neue Ide­en an.

CI Mockup FREIE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG

Die neue Cor­po­ra­te Iden­ti­ty der FREI­EN WIRT­SCHAFTS­FÖR­DE­RUNG – mit Hil­fe des Netz­werks

Fazit der Open Innovation

Letzt­lich hat die unkom­pli­zier­te Online-Befra­gung Denk­pro­zes­se aus­ge­la­gert, Zeit gespart und gleich­zei­tig als Mar­ke­ting-Tool funk­tio­niert. Ganz im Sin­ne der Open Inno­va­ti­on hat es sich bewährt, Pro­duk­te (oder hier: Pro­zes­se) in einem frü­hen Sta­di­um  zu tes­ten und die Unsi­cher­hei­ten nicht zu scheu­en. Wer Inno­va­tio­nen plant, ob Pro­dukt­neu­hei­ten oder inter­ne Umstruk­tu­rie­rung soll­te sich aus unse­rer Sicht mit dem Gedan­ken der Open Inno­va­ti­on beschäf­ti­gen. Dazu bie­ten sich neben der ein­fa­chen Online­be­fra­gung auch For­ma­te wie Ide­en­wett­be­wer­be oder eigens ent­wi­ckel­te Inno­va­ti­ons­soft­ware an.

Schlagworte: , , , , , ,

Von Moritz Schefers

Moritz Schefers ist Kommunikations-wissenschaftler und Medienstratege. Themenschwerpunkte hier im Blog: Marketing und Kommunikation.